CTD Transekt

CTD Transekt

CTD Transekt


Im Verlauf unserer Stationsarbeiten haben wir die Wassermassen entlang eines nord-süd verlaufenden Transektes bei 65° östlicher Länge kartiert und die wissenschaftliche Datenaufnahme im Bereich der Saya de Malha Karbonatplattform begonnen. Die Arbeiten mit der CTD und dem Multischließnetz entlang des Transektes begannen am Morgen des 21. Septembers und setzten sich bis in den 22. hinein fort. Nach der letzten CTD Station bei 11°S/65°E hatten wir eine 10 Stunden Dampfstrecke nach Westen, ehe wir kurz vor Erreichen der Karbonatplattform die Seismik ausbringen konnten. Der erste Seismik- und Hydroakustik-Arbeitsblock dieser Expedition umfasste ca. 400 nm, die sich hauptsächlich auf zwei West-Ost orientierte Profilschnitte durch die Plattform verteilten. Ziel dieser Arbeiten war es uns zunächst einen Überblick über die Plattformgeometrie zu verschaffen, sowie die großskalige Architektur zu verstehen. Diese Daten bilden nun die Grundlage unserer weiteren Arbeitsplanung. Seit dem 26. fokussieren sich unsere Arbeiten auf den Osten der Plattform, das Arbeitsgebiet 1.

Vermessungen der Meeresbodenoberfläche mit dem Multibeam und die daran anschließende gezielte Beprobung sollen uns helfen die Ablagerungen zu charakterisieren, sowie die karbonatproduzierenden Organismen zu erfassen.

Eine wichtige Frage, die wir mit den Daten der Expedition SO270 MASCARA klären möchten, betrifft den Einfluss der unterschiedlichen Wassermassen auf die Karbonatproduktion der Saya de Malha Plattform. Wichtig ist hierbei insbesondere, ob die Zwischenwassermassen, die in 100-1000 m Wassertiefe auf den östlichen Plattformrand treffen, möglicherweise die Ansiedlung und das Wachstum von koloniebildenden Korallen hemmen oder unterbinden. Ozeanographisch gesehen befindet sich die Karbonatplattform in einer Zone, in der sich unterschiedliche Wassermassen mischen, einige davon sauerstoffarm, aber reich an Nährstoffen und CO2 – Faktoren, die potentiell das Wachstum der Korallen hemmen. Grundlegend zur Klärung dieser Frage sind die CTD Messungen, die wir entlang des nord-süd verlaufenden Transektes östlich der Plattform, bei 65°E, durchführen. Die ersten sechs Stationen, zwischen 7 und 11°S haben wir bereits bearbeitet, und zusätzlich dazu eine Station direkt vor der Plattformkante. Die CTD (conductivity, temperature, depth, „Leitfähigkeit, Temperatur, Tiefe“) ist Teil eines Rosetten-Wasserschöpfers, mit dem Wasserproben aus unterschiedlichen Stockwerken der Wassersäule gewonnen werden können. Die Messungen werden dabei während des Abstiegs von, die Wasserproben zur späteren chemischen Analyse dagegen während des Aufstiegs zur Wasseroberfläche durchgeführt.


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